Eine Reise in die Zukunft ... führt am EUREF-Campus nicht vorbei

Welchen Wendekreis hat die Energie? Wann geht das letzte Kohlekraftwerk vom Netz? Liegt die automobile Zukunft in China? Markus Wanzeck berichtet in seinem Interview über eine elektrisierende Berlin-Rundfahrt mit der Energieexpertin des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung, Claudia Kemfert. Ihre Reise in die "Zukunft der Energiewelt" führt sie auch auf den EUREF-Campus:

[...] Schöneberg, im äußersten Südwestwinkel des Berliner S-Bahn-Ringes. Vor uns das Stahlgerippe eines ausrangierten Gasometers, das fast 80 Meter in den Himmel ragt. Hier entsteht seit 2007 der EUREF-Campus, ein Zukunftslabor für die nachhaltige Großstadt von morgen. Regenerative Energieerzeugung, energieeffizienzte Gebäude, Null-Emissions-Mobilität – alles vernetzt. Mehr als 100 Firmen, Forschungseinrichtungen und Organisationen haben sich bereits angesiedelt. Eine davon: die Genossenschaft Bürgerenergie Berlin, die das städtische Stromnetz von Vattenfall übernehmen möchte. Kemfert stellt uns Luise Neumann-Cosel vor, Vorstand der Genossenschaft.

Neumann-Cosel: Um die Energiewende voranzubringen, braucht es Netzbetreiber, die diese wirklich wollen und nicht nur billigend in Kauf nehmen. Vattenfall macht mit dem Berliner Stromnetz um die 100 Millionen Euro Gewinn pro Jahr. Diese Geldströme wollen wir zu den Erneuerbaren lenken. Um am Vergabeverfahren für das Stromnetz teilnehmen zu können, haben wir vor fünf Jahren eine Genossenschaft gegründet und schon um die zwölf Millionen Euro Eigenkapital gesammelt. Kemfert: Ich bin der Genossenschaft beigetreten. Weil ich solche Initiativen gut und wichtig finde. Ohne diese Impulse aus der Zivilgesellschaft ist die Energiewende nicht zu schaffen. Sie ist auch deshalb so erfolgreich, weil es eine Energiewende von unten ist.

Auf dem EUREF-Campus dreht seit einigen Wochen Olli seine Kreise, ein fahrerloser elektrischer Kleinbus. Olli sieht aus, als hätte man die Kabine einer Gondelbahn vom Seil genommen und auf vier Räder gesetzt. Er soll einmal autonom S-Bahn-Stationen in Berlin ansteuern und so die „letzte Meile" des öffentlichen Nahverkehrs überbrücken. Johannes Tücks, Architekt und Geschäftsführer des EUREF-Campus, bittet uns zu einer Probefahrt. Im Schritttempo schnurren wir über den Campus. [...] Lesen Sie hier das gesamte Interview.