WindNODE | SINTEG

Innovative Speicherlösungen auf dem EUREF-Campus

Der EUREF-Campus ist Teil der Modellregion WindNODE und zeigt, wie die Energiewende mit innovativen Technologien und Maßnahmen sowie unter Einbeziehung der Verbraucher und Nutzer gelingen kann. Im Rahmen der erweiterten Energiezentrale werden hier mit den Partnern GASAG Solution Plus GmbH, Stromnetz Berlin, GETEC, BLS Energieplan und EUREF-Consulting die Projekte Power-to-Heat/Power-to-Cool (Wasserspeicher) und Power-to-Power (Batterien) umgesetzt.

In Zeiten geringer Stromnachfrage und hoher Einspeisung von Energie aus regenerativen Erzeugungsanlagen lässt sich durch den Einsatz von Wasser- und Batteriespeichern überschüssige elektrische Energie in Wärme bzw. Kälte umwandeln oder direkt speichern. Dadurch können nicht nur die Kapazität konventioneller Kraftwerke reduziert, lokale Netzengpässe vermieden, der Strommarkt flexibilisiert, sondern auch ansonsten abgeregelter Strom aus erneuerbaren Energien genutzt werden.

Die sektorübergreifenden Speicherlösungen werden Teil der intelligenten und technologieoffenen Energiewerkstatt auf dem EUREF-Campus. Neben Power-to-Heat/Power-to-Cool und Power-to-Power wird auch die Abwärme des mit Biomethan betriebenen BHKW durch ein ORC-System wieder als Strom und durch Kältemaschinen als Kälte nutzbar gemacht. So wird eine effiziente Nutzung erneuerbarer Energie ermöglicht, die tagesaktuelle Bedingungen und lokale Begebenheiten berücksichtigt und vor allem den Bedarf des Verbrauchers in den Mittelpunkt stellt.

Projektauftakt für WindNODE, die nordostdeutsche Modellregion für intelligente Energie

Über 50 Partner im Verbundprojekt WindNODE haben heute mit einer großen Auftaktveranstaltung offiziell ihre vierjährige Arbeit an der nordostdeutschen Modellregion für intelligente Energie begonnen. Das Vorhaben hat einen Umfang von knapp 70 Mio. Euro und wird vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie gefördert. WindNODE umfasst alle sechs ostdeutschen Bundesländer inklusive Berlin. Es steht unter der Schirmherrschaft der sechs Regierungschefs. Die Region ist schon heute der bundesweite Vorreiter für erneuerbare Energien – rund die Hälfte des Stromverbrauchs stammt hier bereits aus Wind, Sonne und anderen erneuerbaren Quellen.

Die Berliner Wirtschaftssenatorin Ramona Pop hob in ihrer Keynote zum Projektauftakt hervor, dass WindNODE für Berlin ein wichtiges Projekt für die urbane Energiewende und daher von größtem Interesse sei: „WindNODE bietet die einmalige Chance, Berlin als Kompetenzstandort für die Energiewende zu präsentieren. Der Hauptstadtregion kommt hier eine wichtige Rolle zu. Durch die Einbindung von anwendungsbereiten, markttauglichen Technologien und Lösungsansätzen in WindNODE wird das Projekt weit über die Grenzen der Projektregion hinausstrahlende Akzente und Impulse für ein Energiesystem setzen, das allein aus Erneuerbaren gespeist wird. Ich bin mir sicher, dass WindNODE in Berlin auch über das Projektkonsortium hinaus Anregungen und Anreize für Energiewendeprojekte bieten wird. Für den Senat ist das Projekt ein wichtiger Partner bei der entschiedenen Umsetzung der Energiewende in Berlin."

Der Parlamentarische Staatssekretär beim Bundesminister für Wirtschaft und Energie, Uwe Beckmeyer, betonte in seinem Grußwort: „Unser Förderprogramm SINTEG ist ein wichtiger Baustein bei der Umsetzung der Energiewende. Ziel ist es, Musterlösungen für eine intelligente Energieversorgung der Zukunft mit wachsenden Anteilen erneuerbarer Energien zu entwickeln. WindNODE wird dazu einen wichtigen Beitrag leisten. Wir fördern die Schaufenster in den kommenden vier Jahren mit insgesamt 200 Millionen Euro. Das ist ein wichtiges Signal und ein starker Schub für die Energiewende und den Innovationsstandort Deutschland."

Neben dem Verbundkoordinator 50Hertz kümmern sich die Unternehmen Siemens und Stromnetz Berlin sowie die Wirtschaftsförderer Berlin Partner für Wirtschaft und Technologie, Energy Saxony und ZukunftsAgentur Brandenburg um die strategische Lenkung von WindNODE. Beteiligt sind neben Energieversorgern, Netzbetreibern und High-Tech-Spezialisten auch Unternehmen des Automobilbaus, der Ver- und Entsorgung, der Wohnungswirtschaft und des Einzelhandels sowie mehrere Universitäten und Forschungsinstitute aus der Region. Die Projektergebnisse werden für Fachbesucher und für die interessierte Öffentlichkeit an mehr als 30 „besuchbaren Orten" in ganz Ostdeutschland erlebbar gemacht.