Delegation aus Ghana zu Besuch bei Schneider Electric

Eine hochrangige Delegation aus Vertretern der ghanaischen Stromwirtschaft besuchte am 9. Oktober 2014 unter Leitung des stellvertretenden Energieministers John Abdulai Jinapor die Niederlassung von Schneider Electric auf dem EUREF-Campus in Schöneberg.

Schon bei der Begrüßung war zu merken, dass sich hier langjährige Geschäftspartner wieder sehen. Seit 1976 besteht bereits der Kontakt zwischen Schneider Electric und dem westafrikanischen Staat Ghana am Atlantischen Ozean (Golf von Guinea) zwischen der Elfenbeinküste im Westen, Burkina Faso im Norden und Togo im Osten.

In Kooperation mit dem lokalen Unternehmen Atlantic International Holding Company hat Schneider Electric zahlreiche Umspannwerke und Energieversorgungsanlagen in Ghana gebaut, wie im Wasserkraftwerk am Volta-Stausee und in Accra. Die Anlagen leisten einen wichtigen Beitrag zur Netzstabilität und Versorgungssicherheit. Im Werk Regensburg entstehen die Mittelspannungskomponenten. Jetzt geht es darum, diese zu erneuern und damit die Stabilität der Energieversorgung sicher zu stellen. Vor allem aber steht jetzt die Integration der erneuerbaren Energien in die vorhandene Struktur auf der Tagesordnung. Ghana ist ein schnell wachsendes Land mit hohem Energiebedarf.

Auf dem EUREF-Campus interessierten sich die Gäste aus Ghana besonders für das Smart Grid-Projekt, das an einem Modell eindrucksvoll inzwischen hunderten von Besuchern aus vielen Ländern der Erde vorgestellt wurde.

Der Delegation, die Schneider Electric besuchte, gehörten neben dem Vize-Energieminister John Abdulai Jinapor auch Seth Mahu aus seinem Ministerium sowie William Hutton-Mensah von der Electricity Company of Ghana, Kirk Koffi von der Volta River Authrity, William Amuna von GRIDGo Ghana, John Nuworklo von der Northern Electricity Department Company und Jabesh Amissah-Arthur von der Bui Power Authority an. Von der Atlantic International Holding Company war eigens zu diesem Besuch Patrick Ata aus Ghana angereist. Auch die Seite des Gastgebers Schneider Electric war hochrangig besetzt: Lutz Simmang, Regional Operation Manager, Franck Bazin und Matthias Kiener vom Schneider Electric Sachsenwerk in Regensburg und die Leiterin des Energiewende-Centers von Schneider Electric in Berlin, Dr. Kristina Bognar.

Ghana ist mit rund 240.000 Quadratkilometern fast so groß wie das Vereinigte Königreich, mit dessen Geschichte es durch die Kolonialzeit eng verbunden ist. Der 1966 fertig gestellte Volta-Stausee ist der größte Binnensee des Landes und bis heute das oberflächengrößte künstliche Gewässer der Erde. Mit dem Bau des Akosombo-Staudamms verfolgte die Regierung den Plan, die Energieversorgung für die wirtschaftliche Entwicklung und Industrialisierung Ghanas sicherzustellen. Weltwirtschaftlich bedeutend ist Ghana aufgrund seines Rohstoffreichtums. Gold, das der ehemaligen Kolonie auch den Namen „Goldküste" gab, ist Ghanas wichtigstes Exportgut. Etwa ein Drittel der Exporterlöse und 93 % der Produktion des Bergbausektors hängen mit der Förderung von Gold zusammen.

Bei der Verabschiedung war der meist gehörte Satz, „Wir sehen uns bald wieder", in Berlin oder Ghana.

Text: Ed Koch