Deutsch-Russische Summer School auf dem EUREF-Campus

Natürlich kann man den Sommer mit Faulenzen und in der Sonne liegen genießen. Man kann seine Zeit aber auch sinnvoller verbringen. Im Juli 2010 war Premiere: „Die erste GASAG-Summer School im EUREF-Institut auf dem Gelände des Schöneberger Gasometers war ein voller Erfolg. 29 Studentinnen und Studenten aus 13 Städten nahmen vom 28. Juni bis 9. Juli 2010 an der Summer-School zum Thema „Energie Konzepte 2030" teil."

In diesem Jahr steht die Veranstaltung unter einer besonderen Überschrift:

German-Russian Summer School on Energy Efficiency and Use of Renewable Energy in Urban Environments.

Das ist ein Gemeinschaftsprojekt der TU-Campus EUREF und der Ural Federal University (UrFU). Vom 10. bis 21. August 2015 werden sich 40 Teilnehmer, darunter Studenten und junge Führungskräfte, je 20 von deutscher und russischer Seite, mit Energie-Effizienz und Erneuerbaren Energien im städtischen Raum beschäftigen. Die in diesem Jahr stattfindende Summer School ist der erste Teil eines länderübergreifenden Aus- und Weiterbildungsformats, das 2016 in Russland fortgesetzt wird.

Die Summer School ist Bestandteil einer am 26. Februar 2015 geschlossenen Vereinbarung, mit den Ziel, die strategische Zusammenarbeit zwischen Deutschland und Russland in den Bereichen Energieeffizienz und Klimaschutz zu stärken. Im Rahmen einer Abendveranstaltung zum Thema „Deutsch-Russische Kooperation in Forschung, Innovation und Ausbildung – Gemeinsam für Energieeffizienz und Klimaschutz" wurden die Kooperationsabsichten der beiden Universitäten verkündet und im Rahmen einer Podiumsdiskussion mit Dr. Frank-Walter Steinmeier über Perspektiven der bilateralen Zusammenarbeit gesprochen. Die Idee zu dieser Kooperation hatte Frank-Walter Steinmeier bereits im Jahr 2008, als der Außenminister feierlich die Gründung des „EUREF-Instituts" im Rathaus Schöneberg gemeinsam mit Reinhard Müller bekannt gab. Auch wenn das deutsch-russische Verhältnis heute „etwas aus der Normallage geraten" sei, dürften sich die Völker nicht entfremden. Die Wissenschaft sei dafür ein guter Ansatz und die geplante Summer School ein erster Anfang, aus dem sich viele weitere Projekte entwickeln werden.

Das Programm, das die Teilnehmer ab der kommenden Woche erwartet, ist ambitioniert. Noch vor der offiziellen Eröffnung am Abend durch Frank-Walter Steinmeier in der GASAG-Zentrale, findet die Begrüßung auf dem EUREF-Campus durch Prof. Frank Behrendt von der TU-Campus EUREF, der mit seinem Team auch in diesem Jahr wieder die Summer School organisiert hat, EUREF-Chef Reinhard Müller und Stephan Kohler statt. Mit Ausruhen nach dem Lunch Break ist nichts, denn schon geht es los mit den Fachvorträgen. Während der 12-tägigen Weiterbildung werden sich über 35 Referenten aus Wissenschaft und Wirtschaft mit ihrer Expertise in das Programm einbringen und mit den Teilnehmern über die Chancen und Herausforderungen der Energiewende diskutieren. Neben den inhaltlichen Themen gibt es aber auch Entspannung, beispielsweise bei einer Busrundfahrt durch Berlin oder einer von der Stromnetz Berlin GmbH gesponserten Schiffsrundfahrt.

Apropos Sponsoren. Nur durch das Engagement von Unternehmen, die sich bereits seit vielen Jahren für innovative und energieeffiziente Lösungen einsetzen und daran interessiert sind, eine neue wissenschaftliche Kooperationsbasis zwischen Deutschland und Russland zu schaffen, war es möglich die diesjährige Summer School als bilaterale Plattform für Forschung, Innovation und Ausbildung auf die Beine zu stellen. Zu den Unterstützern zählen BLS Energieplan, E.ON, EWE, GASAG, Rosseti, Schneider Electric, die Wilo Stiftung, Wolff & Müller, EUREF, die Deutsche Energie-Agentur (dena), DG HYP, Gazprom Germania, Nord Stream, Stromnetz Berlin, Tilia, Viessmann sowie Gegenbauer und die Stadtwerke Magedeburg.

 

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Nach einem Auswertungsgespräch am 21. August mit Prof. Frank Behrendt und Reinhard Müller findet auf dem EUREF-Campus dann das Farewell mit Barbecue und Erfrischungsgetränken statt, bevor es im nächsten Jahr dann ein Wiedersehen in Jekaterinburg gibt.