Mieter auf dem EUREF-Campus: ZOLAR

In den grünen Garagen des Accelerator-Programms von „Climate-KIC“ werden aus StartUp-Ideen Anwendungen und Lösungen, die unser Leben verbessern und erleichtern. Über ständig steigende Energiekosten klagen wir alle. Es gibt aber viele Möglichkeiten, diese für sich zu senken. Vor allem Eigentümer von Ein- und Zweifamilienhäusern könnten ihre Stromkosten zwischen 60 und 80 Prozent reduzieren, wenn sie auf ihrem Dach eine Solaranlage installieren lassen.

Durch die seit dem Jahr 2011 stetig sinkende Einspeisevergütung und den daraus resultierenden Produktionseinstellungen deutscher Hersteller war die Nachfrage seinerzeit abgeflacht. Inzwischen rechnen sich die Anlagen jedoch auch ohne Subventionen und Alex Melzer, der CEO von ZOLAR, spricht von einer „gigantischen Nachfrage.“ 17 Millionen Ein- und Zweifamilienhäuser gibt es in Deutschland. Bisher sind nur eine Million davon mit einem Solardach ausgestattet. Da ist also noch viel Luft nach oben in einem großen Markt.

Natürlich könnte ein Mitarbeiter eines lokalen Anbieters vorbeikommen, das Dach ausmessen und eine Anlage eines bestimmten Herstellers installieren. Ist diese allerdings die optimale Lösung, die sich der Hausbesitzer wünscht?

Der Grundgedanke von ZOLAR, der ihr auch einen Platz bei Climate-KIC gesichert hat, ist einfach: Alles kann man im Internet kaufen, warum nicht auch eine Solaranlage? Dazu sagt Alex Melzer: „Meine Vision ist, dass jedes Haus in Europa in weniger als zehn Jahren eine Solaranlage und einen Stromspeicher haben wird.“ Im Gegensatz zu vielen anderen Visionen, die man so hat, ist diese äußerst realistisch.

Der Service, den ZOLAR einmalig in Deutschland anbietet, ist, sich auf der Internetplattform des Unternehmens seine Solaranlage individuell gestalten zu können, ohne dabei über Vorwissen verfügen zu müssen. Maßgeschneidert, mit einem Festpreisangebot in 24 Stunden. Vorteil: ZOLAR bietet die Anlagen herstellerunabhängig an. Im eigens entwickelten ZOLAR Online-Konfigurator hat der Kunde stets den Überblick über Hersteller, Produkte und Preise.

Es gibt allein 5.000 Produkte im Solar-Bereich, von denen sich rund die Hälfte im Portfolio von ZOLAR befindet. Im Online-Konfigurator wird dem Interessenten eine übersichtliche Auswahl von miteinander kompatiblen Produkten angezeigt, die dieser seinen Wünschen entsprechend selbst anpassen kann. Letztlich entscheidet also der Hausbesitzer, welche Anlage für ihn die beste oder aber preiswerteste Lösung darstellt.

In Zusammenarbeit mit lokalen Handwerksbetrieben werden die Anlagen deutschlandweit vor Ort installiert. Zwischen der Erteilung des Auftrages und der Inbetriebnahme der Anlage liegen in der Regel rund vier bis sechs Wochen, was nicht an ZOLAR, sondern an der Antragsbearbeitung der Netzagentur liegt. 

Natürlich sind die Kosten abhängig von der Größe des Daches. Aber schon für 5.000 Euro für die Anlage oder 10.000 Euro mit Speicher, kann man sich deutlich unabhängiger von der Energieversorgung des öffentlichen Netzes machen. In rund sieben Jahren hat sich die Anlage amortisiert, sagt Alex Melzer. „Dafür hält sie aber auch mindestens 25 Jahre.“ Eine Investition, die sich lohnt. Über jährliche Stromkostensteigerungen oder sogar Ausfälle des Netzes muss man sich nicht mehr ärgern.

Das Angebot von ZOLAR gilt nur für Privatkunden, also Ein- und Zweifamilienhausbesitzer. Und wer glaubt, dass es sich hierbei hauptsächlich um die Altersgruppe der 30 bis 45-jährigen handelt, hat sich geirrt. Die Kunden, die bei ZOLAR Anlagen bestellen, sind zwischen 30 und 75 Jahre alt.

Einer Umfrage zufolge wünschen sich 70 Prozent der Deutschen mehr Unabhängigkeit in der Energieversorgung. Das wird auch an den Wachstumszahlen deutlich: Der Zubau von PV-Anlagen auf Einfamilienhäusern stieg innerhalb eines Jahres um 100 % an und wird in Zukunft weiter steigen.

Weiter steigen werden auch die Strompreise des öffentlichen Netzes. Die Kosten für die Komponenten der Solaranlagen hingegen sinken seit einigen Jahren stetig. „Eine Photovoltaik-Anlage ist somit mittlerweile die günstigste Möglichkeit, Strom zu produzieren und im eigenen Haushalt zu verbrauchen“, wie Kevin Murkisch, ein Mitarbeiter des Unternehmens, bekräftigt.

Nicht nur die Nachfrage nach Anlagen wächst, sondern auch ZOLAR. Gegenwärtig beschäftigt das Unternehmen 16 Mitarbeiter, demnächst werden es mehr sein.

Alle weiteren Informationen unter www.zolar.de

 

Mit Alex Melzer und Kevin Murkisch von ZOLAR sprach Ed Koch