SPD-Sommerfest auf dem EUREF-Campus

Zum Glück kann man sich auf den Wetterbericht nur selten verlassen. Am 29. August traf diese Erkenntnis voll zu. Regen und Sturm wurden prognostiziert. Ein lauer Sommerabend wurde daraus. Lau war aber nur die Lufttemperatur, ansonsten wurde heiß diskutiert und debattiert, denn die SPD sucht einen Nachfolger für Klaus Wowereit. Der Zufall wollte es, dass gerade an diesem Freitag auch Stadtentwicklungssenator Michael Müller seine Kandidatur erklärte. Und so wurden er, Parteichef Jan Stöß und der Fraktionsvorsitzende Raed Saleh dicht umlagert.

Das jährliche Sommerfest der SPD richtet sich nicht an ihre eigenen Mitglieder, von Funktions- und Mandatsträgern einmal abgesehen, sondern an alle, die Rang und Namen in der Stadt haben – vom amerikanischen Botschafter über den IHK-Präsidenten bis hin zum neuen Zoo-Direktor und der RBB-Intendantin waren alle vertreten. Auch der Koalitionspartner der SPD sowie die Opposition folgten der Einladung. Und die Hauptstadtjournalisten durften natürlich auch nicht fehlen. Rund um das "Café & Restaurant Wasserturm" herrschte reges Treiben bis Mitternacht.

Jan Stöß begrüßte die Gäste des Festes im Audimax und Klaus Wowereit hielt eine seiner ersten Abschiedsreden. Natürlich sprach er sich öffentlich für keinen der Kandidaten aus, möge der Beste gewinnen. Reinhard Müller sprach in seiner Rede über den EUREF-Campus und die Entwicklung in den letzten und nächsten Jahren. Danach ging es an die Grillstände.

400 Gäste waren vorgesehen, letztlich waren es fast doppelt so viele. Die Eventlocation „Wasserturm" am Fuße des Gasometers hat eindrucksvoll bewiesen, auch für Großveranstaltungen bestens geeignet zu sein.

Text: Ed Koch