Werkstatt-Burger Nr. 1.111

Thomas Kammeiers Werkstatt-Burger ist zu einem echten Renner auf dem EUREF-Campus geworden. Kein Wunder: 100 Prozent frisch, von Hand gemacht, das Hackfleisch von Spreewälder Angus-Rindern, natürlich mit Gurken und Tomaten und knackigen Pommes. Das ist eine vollwertige Mahlzeit für 7,50 Euro. Jetzt ging der 1.111te Burger, in vegetarischer Variante, über den Tresen. Das Zählwerk läuft seit der Eröffnung der Werkstatt am 10. Januar.

Dreieinhalb Jahre war der gebürtige Friedenauer in Dresden tätig. Eine schöne Stadt. Vor allem schwärmt er vom Elbtal, das sich mitten durch die Stadt zieht. Aber, wie das so ist, einen echten Berliner zieht es irgendwann wieder zurück nach Hause. Jetzt wohnt er in Schöneberg, unweit des Gasometers und erreicht völlig CO²-frei täglich in fünf Minuten seinen Arbeitsplatz, nämlich zu Fuß.

Lasse Landt hat schon viel von der Welt gesehen, nicht nur Dresden. 1995 wurde seine Leidenschaft für die USA geweckt. Er nahm an einer Reise mit Aufenthalt in Gastfamilien teil, die eine Tempelhofer Jugendorganisation anbot. 17 Tage dauerte die Reise und führte ihn in den mittleren Westen den USA, nach Kansas und Colorado. Für ihn war das der Auslöser, wenig später als Austauschschüler für ein Jahr nach Missouri in die USA zu gehen. Viele weitere Reisen folgten, wobei er vor allem Kalifornien im Allgemeinen und San Francisco im Besonderen ins Herz schloss.

Der weit gereiste 36-jährige ist jetzt auf dem EUREF-Campus angekommen und erkundete zunächst die kulinarischen Möglichkeiten, seine Mittagspause zu verbringen. Im Café war er zuerst. Am 18. Februar probierte er die Werkstatt aus, die er ahnungslos gegen 13 Uhr betrat und einen vegetarischen Burger bestellte. Während der kurzen Wartezeit beschäftigte er sich mit seinem Handy. Plötzlich wurde die leise Hintergrundmusik sehr laut und zwei ihm unbekannte Herren kamen forschen Schrittes auf ihn zu, Reinhard Müller mit einem Gutschein und einer 1-Liter-Flasche Ale Bier von Braufactum in der Hand, Thomas Kammeier mit dem Burger, verziert durch eine funkenspritzende Wunderkerze. Und dann stand der 1.111te Burger auf seinem Tisch, die anwesenden Gäste in der Werkstatt applaudierten, Müller und Kammeier überreichten die Geschenke. Lasse Landt war sichtlich beeindruckt von diesem Empfang.

Und, wie schmeckte ihm der vegetarische Burger? Super! Eine kräftige Scheibe Ziegenkäse und knackige Pommes Frites. Der Gutschein berechtigt ihn, an einem weiteren Burger-Essen teilzunehmen, was er sicherlich auch ohne Gutschein getan hätte. In die Werkstatt wird er natürlich zurückkehren, nicht nur weil er den Angus-Beef-Burger noch probieren will. Neugierig ist er aber schon auf die anderen Speisenangebote auf dem Campus. Und wer weiß, vielleicht wird ihm im bamboo bay die 10.000ste Sushi-Rolle präsentiert, oder bei Pino in der Schmiede die 5.000ste Pizza. Lasse Landt ist vom EUREF-Campus schwer beeindruckt, auch von dem vielfältigen Angebot an Restaurants. Und so soll es sein, man muss sich wohlfühlen am Arbeitsplatz.

Text und Bild: Ed Koch