Architekturwettbewerb des Kulturkreises der deutschen Wirtschaft 2015 - Bienenkorb im Gasometer Berlin-Schöneberg?

Im Rahmen des jährlichen Architekturwettbewerbs TRANSFORMATION des Kulturkreises der deutschen Wirtschaft im BDI e. V. stellten sich ausgewählte Architektur-Studenten fünf deutscher Hochschulen diesmal der Aufgabe „Bauen im Gasometer" in Berlin-Schöneberg. Der 1. Platz ging an die Studenten Adrian von Kaenel & Jean-Joël Schwarz, UdK Berlin. Sie überzeugten die Jury mit ihrem Entwurf „BIUTA". Den 2. Platz erhielten Jessica Kroll und Larissa Geilen, TU Braunschweig mit dem Entwurf „Wind up". Simon Mögel von der Universität Kassel wurde für seinen Entwurf „LuftRaum" mit einer Anerkennung geehrt.

Der Gasometer in Berlin-Schöneberg, bekannt vor allem als Austragungsort der Talkshow „Günther Jauch", ist Wahrzeichen des EUREF-Campus. Die Aufgabe des Architekturwettbewerbs des Kulturkreises der deutschen Wirtschaft lautete, innerhalb des bestehenden Gasometer-Stahlgerüstes ein Wohnkonzept zu entwickeln, das auch Co-Working-Spaces, Ateliers, Gemeinschaftsräume, Räume für Fitness, Sport und Wellness integriert. Dem Gewinnerentwurf der UdK-Studenten Adrian von Kaenel & Jean-Joël Schwarz sei es insbesondere gelungen, Arbeiten, Wohnen und Freizeit in einem gesamtheitlich sinnvollen Konzept zu integrieren, sagte Jurymitglied Dr. Eckart John von Freyend, Aufsichtsrat der EUREF AG, nach der Bekanntgabe der Gewinner.

Der Juryvorsitzende André Kempe, ATELIER KEMPE THILL, Rotterdam, zum Gewinnerentwurf „BIUTA" (althochdeutsches Wort für Bienenkorb): „Der Entwurf besticht mit konzeptioneller Stärke, er entwickelt eine spezifische Typologie und Wohnform, die sich besonders auf die Gegebenheiten des Gasometers bezieht. Zudem ist der Entwurf konstruktiv sehr logisch und äußerst konsistent. Er geht von Kompaktheit aus, einem wesentlichen Kriterium für Nachhaltigkeit und Energieeinsparungen."

Bei den Gewinnern des 2. Platzes (Wind up), Jessica Kroll und Larissa Geilen von der TU Braunschweig, windet sich das Gebäude spiralförmig nach oben, bis über das Gerüstende des Gasometers hinaus. Bei Simon Mögel von der Universität Kassel (LuftRaum) scheint das Gebäude über dem Gasometer zu schweben. Die Gewinner erhalten Preisgelder von insgesamt 10.000 Euro.

Der EUREF-Campus ist ein ökologisch und ökonomisch nachhaltiger Büro- und Wissenschaftscampus, der Gasometer die zentrale Komponente des Standortkonzepts. Als Kooperationspartner des Wettbewerbs erhofft sich die EUREF AG zusätzliche innovative und mutige Impulse für die weitere Entwicklung des Stadtquartiers.

 

Juroren:

  • Matthias Böning, Vorsitzender des Gremiums Architektur, Berlin
  • Dr. Eckart John von Freyend, Aufsichtsratsvorsitzender der EUREF AG und Gremium Architektur des Kulturkreises der deutschen Wirtschaft im BDI e.V., Berlin
  • Johannes Tücks, REM+tec Projektentwicklung und Denkmalschutz Gesellschaft mbH, Berlin
  • Jörg Thiele, Iproplan Planungsgesellschaft mbH und Gremium Architektur, Chemnitz/Berlin
  • Prof. Jens Ludloff, Universität Stuttgart, Lehrstuhl IBK 3 Nachhaltigkeit, Baukonstruktion und Entwerfen
  • André Kempe (Vorsitz), ATELIER KEMPE THILL, architects and planners, Rotterdam
  • Prof. Christoph Kuhn, TU Darmstadt, Fachgebiet Entwerfen und Nachhaltiges Bauen
  • Andreas Denk, Chefredakteur „der architekt", Bund Deutscher Architekten, Berlin
  • Bastian Grosse-Halbuer, Büro Weinmiller Berlin und Preisträger Architektur des Kulturkreises 2011

 

Teilnehmende Universitäten 2014/2015:

  • TU Berlin, Lehrstuhl für Baukonstruktion und Entwerfen unter Professor Ute Frank
  • UDK Berlin, Lehrstuhl für Entwerfen und Baukonstruktion unter Professor Bettina Götz
  • TU Braunschweig, Institut für Entwerfen und Gebäudelehre unter Professor Almut Grüntuch-Ernst
  • TU Dresden, Lehrstuhl für Wohnbauten unter Professor Carsten Lorenzen
  • Universität Kassel, Lehrstuhl für umweltbewusstes Planen und experimentelles Bauen unter Professor Claus Anderhalten