Albrecht Gehse - Ausstellung im Gasometer vom 09.05. bis 10.07.2016

Zwischen dem 09.05. und dem 10.07.2016 stellt Albrecht Gehse seinen Zyklus "Aufruhr - 50 Bilder über die Welt" im Gasometer auf dem EUREF-Campus aus. Entlang eines Walkways sowie inszeniert auf im Wasser stehenden und besonders ausgeleuchteten Staffeleien können die Werke des Malers betrachtet werden.

Die Ausstellung kann am Montag, 9. Mai 2016, von 13.00 bis 19.00 Uhr, ansonsten vom 10. Mai bis 10. Juli immer dienstags bis sonntags von 13.00 Uhr bis 19.00 Uhr (oder nach Vereinbarung) besucht werden.

Albrecht Gehse ist ein Maler des expressiv-visionären Realismus. Mit einfühlsam gestalteten Portraits in der Tradition des Realismus gelang ihm Anfang der 80er Jahre ein spektakulärer Durchbruch. Seitdem ist der aus der "Leipziger Schule" hervorgegangene Künstler unbeirrt seine eigenen Wege gegangen. Sie haben ihn mehr und mehr zu expressiven Gesellschaftsbildern geführt, die ihm in der deutschen Gegenwartskunst einen ungewöhnlichen Rang zukommen lassen. Vorläufiger Höhepunkt ist sein Opus Magnum, der Zyklus "Aufruhr - 50 Bilder über die Welt".

Prof. Dr. Christoph Stölzl über Albrecht Gehse

Der Maler Albrecht Gehse macht es uns nicht leicht. Er wuchtet einen großen Zyklus in die Welt, der schon vom Format her sagt: Hier bin ich, von jetzt an müsst Ihr es mit mir aushalten. Wie soll man diese Kunst nennen? Walpurgisnacht, Pandämonium?

Dieser Zyklus ist ein großer Bilder-Reigen (ähnlich dem Totentanz) über die Düsternis des irdischen Daseins in Geschichte und Gegenwart.

Was Gehses Bilder auszeichnet, ist etwas, was selten genug ist in der zeitgenössischen Kunst; die Schaffung eigener Mythen, im großen Format und mit großem Atem. Zusammengehalten durch eine meisterliche Malweise, die von illusionistischer Gegenständlichkeit über virtuos hingeworfene Skizzen bis hin zu heftigsten Farborgien reicht, entführt uns Gehse in Szenen, in denen es scheinbar drunter und drüber geht.

Auf den zweiten Blick ordnen sie sich zu Mythen unverwechselbarer Art. Überall ist der Weg von der Idylle zur Katastrophe nicht weit. Zum Lachen gesellt sich Entsetzen, zum Fressen Gefressen werden.

Starke Kunst braucht Mut, beim Künstler, aber auch beim Publikum. Gehses Zyklus »Aufruhr – 50 Bilder über die Welt« ist so eine Mutprobe.

Sie lohnt sich.